Pfarrkirche St. Leonhard
Grundstein und Bau
Die Pfarrkirche St. Leonhard entstand aus einer praktischen Notwendigkeit. Die frühere Schlosskapelle des Klarissenklosters war für die wachsende Bevölkerung Viehausens zu klein geworden. Ein neues Gotteshaus musste her.
Der Grundstein wurde am 15. Mai 1867 gelegt. Diese Zeremonie war ein großes Ereignis für Viehhausen. Der Kirchenbau sollte über ein Jahrzehnt andauern.
Am 8. Oktober 1879 fand die feierliche Einweihung statt. Bischof Ignatius von Senestrey aus Regensburg vollzog die Zeremonie persönlich. Die Kirche entstand im neuromanischen Stil – eine Architektur, die damals modern und zeitgemäß war. Das Gotteshaus war für die Gemeinde ein großer Segen nach Jahren des Wartens.
Viehhausen war nach der Kirchenweihe allerdings noch lange keine eigenständige Pfarrei. Die Kirche gehörte zum Kirchensprengel Eilsbrunn. Erst 1979, rund hundert Jahre nach der Weihe, wurde Viehhausen per Urkunde vom 21. Oktober zur selbständigen Pfarrei erhoben.
Architektur und Ausstattung
Die Pfarrkirche St. Leonhard ist ein neuromanisches Bauwerk mit solider handwerklicher Qualität. Die Kirche hat ein Schiff mit Seitenschiffen, einen markanten Turm und eine reiche innere Ausstattung. Sie steht unter Denkmalschutz (Denkmalnummer D‑3‑75‑199‑41) und wird von der Denkmalbehörde geschützt und überwacht.
Der Hochaltar ist ein Säulenaltar von nicht allzu hohem künstlerischen Wert, aber er ist funktional und prägt den Altarraum. Das Altarbild stellt die Heilige Familie dar. Dieses Gemälde befand sich zuerst in der Schlosskapelle und kam 1936 in die Pfarrkirche. Oberhalb des Altarbildes ist ein Gemälde der Heiligen Dreifaltigkeit zu sehen.
Um den Hochaltar sind drei große Glasbilder gruppiert. Sie zeigen die Heiligen Leonhard, Wolfgang und Katharina. Diese Glasbilder sind charakteristische Merkmale neuromanischer Kirchen des 19. Jahrhunderts.
Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar mit einer Statue der Muttergottes mit Jesuskind. Früher befanden sich links und rechts davon zwei Heiligenfiguren, die die Heilige Franziska und die Heilige Theresia darstellten.
Der rechte Seitenaltar ist der Josefsaltar mit einer Darstellung des Heiligen Josef mit Jesuskind.
An der nördlichen Längswand kann man in einer Nische eine gelungene Pieta‑Darstellung bewundern. Über dieser sind zwei Heiligenfiguren zu sehen, die den Heiligen Wolfgang und den Heiligen Johannes Nepomuk zeigen.
Der Heilige Leonhard – Patron der Kirche
Die Pfarrkirche und die Pfarrei sind dem Heiligen Leonhard geweiht. Leonhard lebte im 6. Jahrhundert in der Gegend von Limoges in Zentralfrankreich. Er wirkte als Bischof und vor allem als Abt des von ihm gegründeten Klosters Noblat bis zu seinem Tod im Jahre 559 nach Christus.
Der Heilige Leonhard gilt als Schutzherr der Landwirte, der Fuhrleute und der Pferde. Er wird auch als Schutzpatron der Gefangenen und Inhaftierten verehrt. Der Legende nach hat sich Leonhard als Klostervorsteher besonders um die Rodung und Urbarmachung landwirtschaftlicher Flächen bemüht. Dabei gab er entlassenen Strafgefangenen Arbeit und Unterkunft und sorgte für ihre Rückkehr ins bürgerliche Leben. Auch in den Glaubenswahrheiten unterrichtete er sie.
Um sein Leben ranken sich vielerlei Erzählungen über Wundertaten. Bis heute hat sich ihm zu Ehren im westlichen Europa bedeutendes Brauchtum erhalten. Vielerorts begeht man an seinem Gedenktag, dem 6. November, festliche Leonhardi‑Umzüge.
In der Pfarrkirche Viehhausen ist der Heilige Leonhard insgesamt viermal dargestellt: im Seitenfenster links vom Hochaltar, in Figurenform über dem Beichtstuhl, in einer Nische am Kirchenausgang und in der Westfassade der Kirche. Weitere Pfarreipatrone sind der Heilige Wolfgang und die Heilige Katharina.
Der Kirchturm
Der Kirchturm wurde erst im Jahre 1914 endgültig fertig gestellt – rund 45 Jahre nach der Einweihung des Gotteshauses. Die lange Bauzeit war damals üblich; finanzielle Mittel waren begrenzt. Nun konnte die Kirchengemeinde endlich an die Beschaffung von Glocken denken.
Bei der bekannten Glockengießerei Hamm in Regensburg wurden Glocken in Auftrag gegeben. Noch im Verlauf des Ersten Weltkrieges konnten sie installiert werden. Doch die Freude währte nicht lange. Zwei der drei Glocken mussten laut königlicher Anordnung wieder abgebaut und dem Staat für Rüstungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Die Einheimischen empfanden diesen Vorgang als reine Zwangsenteignung.
Die umtriebigen Kirchenbesucher brachten in den Jahren 1923 und 1924 durch Spendengelder und Haussammlungen einen geeigneten Geldbetrag zum Erwerb von zwei neuen Glocken zusammen. Bald darauf fanden diese wieder ihren Platz im Glockenturm. Das Schicksal sollte sich 1941 wiederholen. Alle drei Glocken wurden im Auftrag der Reichsstelle für Metalle zum Einschmelzen beschlagnahmt und abgeholt. Der Kirchturm stand wiederum verwaist da.
Auch diesmal konnte nach Kriegsende für Ersatz gesorgt werden. Die Kirchengemeinde schaffte diesmal sogar vier neue Glocken an, gefertigt von der Glockengießerei Hamm. Drei davon erhielten am 25. Januar 1946 ihre kirchliche Segnung, die vierte am 21. Dezember 1946.
Die Firma Karl Hamm war damals in der Prüfeninger Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder beheimatet. Sie wurde stillgelegt, als Grundstücksverkäufe im Zuge der geplanten Westumgehung in Regensburg anstanden. Nach Unterlagen der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg erfolgte der letzte Glockenguss der Firma Hamm 1967 für die Kirche St. Michael in Oberhinkofen.
Unsere vier Glocken tun auch heute noch klaglos ihren Dienst. Seit langen Jahren sind sie mit einem elektrischen Läutewerk versehen und werden von der Sakristei aus gesteuert. Das Schlagwerk arbeitet im Viertelstundentakt; aus Rücksicht auf die Umgebung ist es nachts ausgeschaltet.
In den Jahren 2008 bis 2010 musste die marode gewordene Turmhaube mit enormem Kostenaufwand erneuert werden.
Die Kirchenglocken
Jede der vier Glocken hat ihren eigenen Charakter:
Christusglocke: Die größte und schwerste Glocke wiegt 817 kg und hat den Nennton f. Ihre Inschrift lautet:
„Christus König, dir sei alle Ehre und Herrlichkeit. Zum Gedächtnis der in den Weltkriegen gefallenen Söhne der Gemeinde Viehhausen.“Marienglocke: Hat ein Gewicht von 558 kg und den Nennton g. Ihre Inschrift lautet:
„Maria mit dem Kinde lieb, den Frieden deinen Kindern gib. Um den kämpft in schwerer Zeit umsonst der Menschen Findigkeit.“Josefsglocke: Mit dem Gewicht von 353 kg ist sie auf den Ton b ausgelegt. Ihre Inschrift lautet:
„Josef – bitte für uns.“Totenglocke: Die kleinste der vier Glocken wiegt 262 kg und hat den Nennton c. Ihre Inschrift lautet:
„Wer gesund hienieden leben und mit sel’gem Tod sein Lauf beschließen will, rufe Josephs Hilfe an.“
Die Orgeln der Pfarrkirche
Erste Orgel – Franz Strauß (1868)
Aus alten Unterlagen geht hervor, dass im Jahr 1868 – also im Jahr vor der Kirchenweihe – der Landshuter Orgelbauer Franz Strauß für eine Orgel den Geldbetrag von 325 Gulden erhielt. Eine Rechnung existiert, ebenso wie eine alte Beschreibung dieser Orgel. Da die Rechnung existiert, ist anzunehmen, dass diese Orgel im Zuge der Ausbaumaßnahmen auch tatsächlich im neuen Gotteshaus installiert wurde. Dies war die erste Orgel in der neuen Kirche.
Zweite Orgel – Eugen Binder (1907)
1907 wurde eine neue Orgel vom Orgelbauer Eugen Binder aus Regensburg beschafft. Am 16. Juli 1907 wurde diese Orgel aufgestellt. Vermutlich wurde dabei die alte Orgel von Franz Strauß entfernt und auf der Schwesternempore eingebaut. Die Schwesternempore befand sich oberhalb der Volksempore und wies etwa die gleiche Größe auf. Diese Empore, auch Klausurempore genannt, war zum Kirchenraum hin mit vergitterten Fenstern ausgestattet und war nur den Ordensschwestern vom Klostergebäude her zugänglich. Es bestand eine strikte Trennung zwischen Klosterangehörigen und weltlichen Kirchenbesuchern.
Die Orgel von Eugen Binder prägte das Kirchenleben für fast ein Jahrhundert. Sie war ein zuverlässiges Instrument für Gottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen und besondere liturgische Anlässe.
Dritte Orgel – Sandtner (1994/95)
1994 und 1995 wurde eine neue moderne Orgel von der Firma Sandtner installiert. Dies war ein großes Ereignis für die Pfarrei. Die alte Empore wurde umgebaut, um Platz für die neue Orgel zu schaffen. Gleichzeitig wurde die Volksempore vergrößert. Auf Vermittlung von Geistlichen Rat Kurt Schmegner wurden die ältere Orgel von 1907 und die allererste Orgel aus der Schwesternempore nach Rumänien abgegeben.
Kirchenmusik und Chorleitung
Frühe Jahre: Die Klosterschwestern (vor 1920–1930er)
Über Organisten, Chortätigkeiten oder Kirchenmusik finden sich zunächst keine Aufzeichnungen. Es wird angenommen, dass in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg solche Aktivitäten ausschließlich durch die Klosterschwestern wahrgenommen wurden. Erstmals wird in den 1920er Jahren Schwester M. Ferdinanda Koller vom Orden der Klarissinnen namentlich erwähnt. Sie konnte die Orgel bedienen und tat dies gelegentlich auf der Volksempore. Sie leistete Dienste als Organistin und begann den Aufbau eines Chores. Mehrere sangesfreudige Klosterschwestern standen ihr bei bestimmten Anlässen zur Seite: Schwester Seraphika (die spätere Oberin), Schwester Eduarda, Schwester Klara und andere. Mit einer Sondergenehmigung durften diese Klosterschwestern seinerzeit auch auf der Volksempore musikalische Dienste leisten, während die Schwesternempore dem Volke verwehrt blieb.
Wachstum des Chores (1930er–1950er)
Hauptlehrer Georg Lobentanzer und Josef Steiner (ca. 1930–1938/39): In diesen Jahren begann der Chor zu wachsen. Die beiden Lehrer rekrutierten nach und nach Frauen aus dem Dorf zum Chor, der langsam anwuchs und dadurch immer mehr auf der Volksempore auftrat. Erwähnt sind Resi Mann, Rosina Stadler und die Haushälterin von Benefiziat Ruhland. Die beiden Lehrer leiteten den Chor, gelegentlich auch Schwester Ferdinanda Koller. Pfarrer Alois Huber und Pfarrer Georg Ruhland unterstützten diese Entwicklung.
Hauptlehrer Karl Hamm und Tochter Inge (ca. 1938–ca. 1950): Der Nationalsozialismus untersagte die Tätigkeiten des Ordens. Hauptlehrer Karl Hamm übernahm nun die Leitung des Chores, zunehmend mit Hilfe seiner Tochter Inge Schmid (verheiratete Hamm), die zunächst als Organistin arbeitete. Den Orgeldienst versah sie vor allem bei Werktagsmessen, Andachten und Beerdigungen. Dies war zu Zeiten von Pfarrer Otto Döllinger (bis 1948) und Pfarrer Max Meindl (bis 1954). Als neue Sängerinnen traten Hedwig Scheuerer (Kaulich), Resi Mann, Maria Sußbauer und Kreszenz Schwindl (Feicht) auf. Pfarrer Meindl gelang es, die ersten männlichen Sänger zum Chor zu bewegen, sodass langsam ein gemischter Chor entstand.
Studenten der Musikschule Regensburg (1954–1957/58): In diesen Jahren versahen Studenten aus Regensburg abwechselnd Organisten- und Chorleiterdienste. Genannt sind Frau Bosold, Carl Gollwitzer, Franz A. Stein, Max Griebel und Alfons Goeke. Da auf die Dauer der finanzielle Aufwand für die Studenten zu groß wurde, beauftragte man neue Leitungskräfte.
Aufbau und Professionalisierung (1957–1980er)
Lehrer Josef Gröbner und Willi Hinzen (ca. 1957/58–1960): Lehrer Josef Gröbner übernahm die Chorleitung. Willi Hinzen, ein Waldfacharbeiter aus Adlstein, leitete die musikalische Entwicklung. Er spielte Akkordeon und erlernte mit großem Fleiß selbst das Orgelspielen. Mit dem Wegzug von Pfarrer Sattler verließ aber auch er Viehhausen wieder.
Eugen Hopfner aus Undorf (1960–1961): Hauptlehrer Hopfner übernahm für kurze Zeit die Dienste als Chorleiter und Organist. Er war ein großer Förderer von Agnes Wolfseher, die ihre Kenntnisse im Orgelspiel zu seiner Zeit deutlich steigern konnte.
Inge Schmid (Organistin bis ca. 1970, Chorleiterin 1962–1964): Seit etwa 1958 erfuhr der Chor im Dorf eine wachsende Bedeutung. Immer mehr Personen traten ihm bei: Maria Attenberger, Herta Brünsteiner, Charlotte Hartkopf, G. und E. Dirschl, Anni Hofmann (Stenzel), Marianne und Gerlinde Stiegler, Wally Sußbauer, Heinz und Rainer Hartkopf, Georg Janker, Hans Senninger. Pfarrer Paul Gerwald förderte dieses Wachstum weiter und führte das „Lied des Monats“ ein, um das Liedgut der Kirchenbesucher zu verbessern.
Lucie Wildgen (Chorleiterin 1964–1966): Sie leitete den Chor in dieser Übergangsbetriebsphase.
Max Antesberger (Chorleiter und Organist 1966–1973/74): Er führte die Chronik des Kirchenchores ein und war auch selbst der erste Chronist. Er wurde 1974 ins Stadtbauamt Lindau berufen und zog von Viehhausen weg.
Kontinuität und Neuerungen (1974–2000er)
Agnes Wolfseher (Organistin bis ca. 2015, Chorleiterin 1974–1982/83): Sie war zu Lebzeiten ständig Organistin bei allen kirchlichen Ereignissen und leitete den Chor teilweise selbst und immer auch vertretungsweise. Sie prägte das Musikerleben der Pfarrei über Jahrzehnte.
Bruder Franz Weiß vom Servitenorden (Organist 1975–1989): Er begleitete die Gottesdienste während der Zeit des Servitenordens.
Elisabeth Weinzierl (Organistin, vertretungsweise, ca. 1982/83): Sie sprang bei Bedarf ein.
Peter Pimmer (Organist 1983–2020, Chorleiter 2000–2020): Er leitete auch den sogenannten Beerdigungschor von 2000 bis 2020. Obwohl er im Jahr 2011 nach Regensburg verzogen war, versah er seine Ämter bis 2020 noch weiter und sprang oft vertretungsweise für andere ein.
Moderne Entwicklung (1994–heute)
Johannes Kandlbinder (Organist ab 1994, Chorleiter vertretungsweise): Schon in jungen Jahren befasste sich der ehemalige Regensburger Domspatz mit dem Orgelspiel und begleitete viele Schülergottesdienste auf der Orgel. Ab etwa 2001 auch die Sonntagsgottesdienste. Den C-Schein erwarb er 2007. In manchem Weihnachtskonzert fiel sein virtuoses Können an der Orgel besonders auf. Auch als Vertreter für abwesende Chorleiter zeichnet er sich immer wieder aus.
Christian Bolz (Organist 1996–2006): Er leitete in erster Linie den Jugendchor und eine Zeit lang auch den Gospelchor. Auf seine Idee hin wurde ein Liederbuch angelegt mit Liedern vorwiegend für Jugendliche.
Isolde Beer und Tochter Elisabeth (Organistinnen ab 2016): Sie übernahmen die Orgeldienste und tragen zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste bei.
Theresa Heinke (Chorleiterin 2012–2022): Sie wohnte in Hohenburg/Opf. und arbeitete auch in Österreich. Unter ihrer Leitung machte der Chor bedeutende Fortschritte im Liedgut und in der Sangesfreude. Die Organisten Kandlbinder, Pimmer, Gassner und Beer standen ihr dabei stets zur Seite.
Agnes Schwindl (Organistin ab 2020): Sie übernahm die regelmäßigen Orgeldienste.
Isolde Beer (Chorleiterin ab 2023): Sie bekleidet in der Pfarrei nun mehrere Ämter: Chorleitung, Organistin, Sprecherin des Pfarrgemeinderates und Pfarrsekretärin.
Weitere Rollen im Chor
Chorsprecher und Finanzverwalter
Die Position des Chorsprechers wurde etwa ab 2004 vom unvergessenen Bernhard Hartkopf ausgeübt. Ab 2013 übernahm Josef Sedlmeier diese Aufgabe. Dem Chorsprecher obliegen vorwiegend organisatorische Maßnahmen wie Durchführung von Festen und Feiern, Planung besonderer Ereignisse, Gratulationen und Auftritte außerhalb der Heimatpfarrei.
Dabei spielen auch Finanzen eine wichtige Rolle. Seit Jahren wird ein Chormitglied als Finanzverwalter bestimmt. Zur Zeit ist dies Petra Kastl.
Chronisten des Chores
Die Geschichte des Chores wurde dokumentiert durch:
Max Antesberger (1967–1972)
Berta Schweiger (1973–1976)
Resi Beer (1977–1996)
Anna Klingenschmidt (1997–1998)
Agnes Gassner (1999, in Vertretung)
Hans Kandlbinder (ab 2000)
Isolde Beer: Organistin seit 2006
- Magdalena Fißl: Chorleiterin ab 2026
Kirchenrenovierungen
Durch mehrfache Kirchenrenovierungen verlor die Kirche einige ihrer ursprünglichen Merkmale vergangener Epochen. Die 2. Empore (der sogenannte Schwesternchor) existiert nicht mehr. Auch die Kanzel beim Sakristeieingang ist verschwunden. Die klösterlichen Kreuzwegbilder, die Wandembleme über den Seitenaltären und die breite Kommunionbank sind ebenfalls nicht mehr vorhanden.
Mit dem Volksaltar, dem Ambo, der neu gestalteten Marienkapelle, dem Doppelbeichtstuhl und breiteren, bequemeren Kirchenbänken wurde dem Trend der heutigen Zeit Rechnung getragen. Diese Veränderungen erfolgten hauptsächlich 1969 und 1981.
1965 fand eine Außenrenovierung statt. Der Vorplatz wurde neu gestaltet. 1981 wurde der Altarraum mit einem Podest, Volksaltar und Ambo umgestaltet. 1983 folgte eine Außenrenovierung. 1994 und 1995 erfuhr die Empore eine Umgestaltung wegen der Anschaffung der neuen Orgel.
Denkmalschutz
Die Pfarrkirche St. Leonhard steht unter Denkmalschutz (Denkmalnummer D-3-75-199-41). Dies gewährleistet, dass der Erhalt und die Pflege des Gotteshauses in fachkundigen Händen liegen. Zukünftige Renovierungen und Umbauten müssen mit der Denkmalsbehörde abgestimmt werden.
