DRESDENFAHRT der FRAUENGEMEINSCHAFT

 

Als Ziel hatte sich die Frauengemeinschaft unserer Pfarrei heuer die Region Dresden ausgesucht. Was wir 50 Teilnehmer da erlebten, wird uns noch längere Zeit im Gedächtnis haften bleiben.

 

Dresden ist eine der kunsthistorisch bedeutsamsten Städte Deutschlands bzw. Europas. Was aus den Ruinen nach der Zerstörung 1945 inzwischen wieder errichtet wurde, verdient Hochachtung und Anerkennung. Allerdings darf man dabei den hohen finanziellen Aufwand nicht übersehen. Die einzigartige Barockanlage des Zwingers, die spätbarocke Kathedrale - bekannt als „Hofkirche“ - , die weltberühmte Semperoper und als Highlight die erst vor 2 Jahren fertiggestellte Frauenkirche mit der prächtigen Sandsteinkuppel standen im Mittelpunkt unseres Stadtbesuches. Die bestellten Führungen brachten uns die nötigen Details nahe und regten zum Nachdenken, aber auch zum Staunen an, so z.Bsp. über den auf 25.000 Meißner Porzellankacheln aufgemalten Fürstenzug an der Schlossmauer.

 

Wir konnten jedoch beim Durchfahren der Stadtrandbezirke auch manches entdecken, was noch immer die Schatten der Vergangenheit aufzeigt: ruinöse Bauten, heruntergekommene Läden mit uralten Emblemen und Inschriften, lieblos erstellte Wohnsilos, primitive und monumentale Plattenbauten der Nachkriegszeit. Da wurde uns klar, dass vor allem im privaten Bereich noch viel zu tun ist. Offenbar verbindet man mit dem Begriff Dresden immer nur das kunsthistorische, touristische Moment und übersieht die eigentlichen menschlichen Probleme.

 

Ein weiteres eindrucksvolles Erlebnis war unser Besuch in der Porzellanmanufaktur Meißen, wo wir hautnah das Entstehen von Tellern, Tassen und Vasen mitverfolgen konnten. Trotz des hohen Standes der Technisierung sind dort besondere künstlerische und handwerkliche Fertigkeiten gefragt.

 

Den letzten Tag verbrachten wir flussaufwärts im Elbsandsteingebirge, erklommen mittels eines Aufzugs die Festung Königstein und kletterten über Schwindel erregende Stege durch das Felsengewirr der Bastei. Als Abschluss besichtigen wir dann noch einige der prachtvoll angelegten Gärten im Renaissancedenkmal Schloss Pillnitz. In besonderer Weise blieb uns dabei die 200 Jahre alte, über 8 m hohe japanische Kamelie im Gedächtnis, die im Winter mit einem sündhaft teuren eigenen Stahl-Glas-Haus überdacht wird.

 

Dass bei so einer Reise natürlich Lachen und Frohsinn nicht zu kurz kommen, versteht sich von selbst. Auch die Unterbringung im feudalen Waldhotel von Weinböhla trug we-sentlich zu einer heiteren und lockeren Atmosphäre bei.

Unser Dank gilt der gelungenen Fahrtplanung von Evi und Ulli und der praktischen Umsetzung durch das Busunternehmen Meier.

 

Fazit: Die Reise war ein einmaliges Erlebnis, das viel zu viele Informationen in viel zu kurzer Zeit brachte. Man muss Dresden unbedingt näher kennen lernen und wenn möglich mit einer Aufführung in der Semperoper verbinden.

 

PB